Fibromyalgie-Patienten reagieren schmerzempfindlicher durch überaktives Gehirnnetzwerk

Patienten mit Fibromyalgie scheinen neuronale Netzwerke im Gehirn zu haben, die sehr schnell auf Reize reagieren können. Dadurch sind sie überempfindlich gegen chronische Schmerzen. Forscher der University of Michigan und der Pohang University of Science and Technology in Südkorea behaupten, Beweise dafür gefunden zu haben.

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Dramatische Reaktion

Diese abnormale Empfindlichkeit wird auch als Explosive Synchronization (ES) bezeichnet. Dieses Phänomen wird auch in anderen Neuronalen Netzwerken beobachtet. Darüber hinaus kann eine subtile Veränderung zu einer dramatischen und synchronen Reaktion führen. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Stromausfall: Ein kleiner Vorfall kann dazu führen, dass die gesamte Stromversorgung in einem großen Gebiet ausfällt. Die Forscher glauben, dass die Wirkung von ES auf das menschliche Gehirn weiter untersucht werden sollte. Dies ist wichtig, um festzustellen, wie eine Person Fibromyalgie entwickelt.

Explosive Schmerzreize

“Normalerweise werden die verschiedenen Zentren im Gehirn, nach einem Reiz, sehr allmählich miteinander verbunden. Bei Patienten mit Fibromyalgie ist dieser Prozess abrupt und explosiv.”

sagt der Forscher Lee von der University of Michigan.

“Zum ersten Mal zeigt diese Forschung, dass Überempfindlichkeit bei chronischen Schmerzpatienten das Ergebnis von überempfindlichen Gehirnnetzwerken sein kann.”

Fibromyalgie-Patienten reagieren also verstärkt auf Schmerzreize, was als Hyperalgesie bezeichnet wird. Darüber hinaus haben Fibromyalgie-Patienten eine niedrigere Schmerzschwelle, sodass normalerweise nicht schmerzhafte Reize als schmerzhaft empfunden werden – ein Phänomen, das Allodynie genannt wird. Inzwischen weiß man, dass sozialer Stress und frühere reale Schmerzerfahrungen eine Rolle in der Schmerzentstehung spielen können.

Stimulationsreaktion

Die Forscher erfassten die elektrische Aktivität im Gehirn von 10 weiblichen Teilnehmerinnen mit Fibromyalgie. Die EEG-Ergebnisse zeigten hypersensible und instabile Gehirnnetzwerke. Das Team verwendete dann die Computermodelle der Gehirnaktivität, um die Reizantwort mit einem Normalzustand zu vergleichen. Wie erwartet, reagierte das Fibromyalgie-Modell empfindlicher auf elektrische Stimulation als das Modell ohne die Eigenschaften von ES.

Quelle

Auf der Nature-Website finden Sie den Quellartikel.

 

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