Malaria Medikament Hydroxychloroquin hilft nicht bei der Behandlung von COVID-19

Gepostet am 22. April 2020 durch Eugène Mathijssen

Bislang wird das Malaria Medikament dem Hype nicht gerecht im Gegenteil, das Medikament führte zu einer höheren Sterberate. Das Malaria Medikament Hydroxychloroquin wurde von einigen, darunter auch von Präsident Trump, als beinahe ein Wundermittel für COVID-19 angepriesen. 

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Forscher untersuchten sechs Studien, darunter kleine Studien aus Frankreich und China, die darauf hindeuteten, dass das Medikament die Genesungszeit etwas verkürzen könnte. In allen sechs Studien wurde Hydroxychloroquin mit der Standardbehandlung verglichen, die je nach Bedarf Überwachung, Flüssigkeiten, Sauerstoff und andere unterstützende Maßnahmen umfassen kann. Über alle Studien hinweg gab es keine statistisch relevanten Unterschiede in den Ergebnissen von Patienten, die Hydroxychloroquin einnahmen, und solchen, die es nicht einnahmen, berichten die Wissenschaftler.

Einige Patienten, die das Medikament einnahmen, wiesen im Vergleich zur Standardbehandlung klarere Lungen auf. Und nach der Einnahme des Medikaments war das genetische Material des Virus auch bei weniger Patienten nachweisbar als bei denen, die das Medikament nicht einnahmen. Aber es gab auch mehr Nebenwirkungen wie Hautausschläge, Kopfschmerzen und Herzbeschwerden in der Gruppe, die Hydroxychloroquin einnahm.

Währenddessen untersuchten Forscher in South Carolina und Virginia die Aufzeichnungen von 368 männlichen Patienten mit COVID-19, die vom 9. März bis zum 11. April in den medizinischen Zentren der U.S. Veterans Health Administration aufgenommen wurden. Diese retrospektive Studie zeigte auch keinen Nutzen bei der Einnahme von Hydroxychloroquin allein oder in Kombination mit Azithromycin zur Behandlung der Krankheit gegenüber der Standardbehandlung, berichtet das Team am 21. April auf medRxiv.org. Azithromycin ist ein Antibiotikum, das auch entzündungshemmend wirkt. In einigen Studien wird es in Kombination mit Hydroxychloroquin getestet.

Das Team fand auch heraus, dass es unter den Männern, die Hydroxychloroquin einnahmen, mehr Todesfälle gab als unter Männern, die das Medikament nicht einnahmen. Die Sterberate der Patienten die mit dem Malaria Mittel behandelt wurden lag bei 28 Prozent. Bei Patienten die ohne das Mittel behandelt wurden hingegen bei nur 11 Prozent. Außerdem wurden die Patienten mit Hydrozychloroquin nicht weniger an ein Beatmungsgerät angeschlossen.

Das Medikament wird zur Behandlung von Menschen mit Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis eingesetzt, so dass die Forscher hofften, dass es auch überaktive Immunreaktionen, die die Lunge und andere Organe bei schwerkranken COVID-19-Patienten schädigen, beruhigen könnte.

Es ist bekannt, dass Hydroxychloroquin den Herzrhythmus stört und zu plötzlichen Herzinfarkten führen kann.

Quelle: Den originalen Artikel können Sie hier online lesen.

 

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