Sechs Mythen über Arthrose entlarvt

Alkohol tötet Gehirnzellen, Fledermäuse sind blind und der Blitz schlägt nie zweimal am selben Ort ein. Es gibt alle möglichen Mythen, die sich herumsprechen. Das Gleiche gilt auch für Arthrose. In diesem Artikel werden wir die sechs hartnäckigsten Behauptungen über diese Gelenkerkrankung richtigstellen. Sind es Mythen oder liegt auch ein Körnchen Wahrheit in ihnen?

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1) Arthrose ist eine altersbedingte Krankheit

Das ist definitiv ein Mythos! Das Risiko einer Arthrose nimmt zwar mit zunehmendem Alter tatsächlich zu, Statistiken zeigen jedoch, dass fast ein Viertel der Patienten unter 65 Jahre alt ist. Und mehr als zehn Prozent von ihnen sind nicht älter als 40 Jahre. Auch Kinder können Arthrose entwickeln. Die Vererbung spielt dann in der Regel eine Rolle. Auf der anderen Seite gibt es auch viele Hunderttausende von Menschen über 65 Jahre, die ihr ganzes Leben lang mit sehr gesunden Gelenken herumlaufen. Das Altern bedeutet also nicht automatisch, dass sich der Knorpel tatsächlich abnutzt.

2) Arthrose kann nicht verhindert werden

Das ist nicht ganz richtig! Veränderungen im Lebensstil können das Risiko einer Arthrose deutlich reduzieren. Ein wichtiger Schritt ist ein gesundes Körpergewicht. Je schwerer man ist, desto schwerer werden die Gelenke belastet. So übt beispielsweise ein Kilogramm Körpergewicht beim Gehen eine Kraft von drei Kilogramm auf die Kniegelenke aus. Das sind also 30 Kilo bei einem Übergewicht von 10 Kilo. Insbesondere dieser zusätzliche Druck auf die Gelenke von Hüfte, Knie und Fuß kann den Abnutzungsprozess des Knorpels auslösen. Um das Risiko einer Arthrose zu verringern, ist es daher wichtig, Übergewicht zu verlieren und dann ein gesundes Körpergewicht zu halten. Wenn Sie es nicht selbst tun können, treten Sie einem Schlankheitsclub bei oder lassen Sie sich von einer Ernährungsberaterin helfen. Lesen Sie mehr über Übergewicht und Arthrose >>
Oder über Ernährung und Arthrose >>

Menschen, die schwere oder sich wiederholende körperliche Arbeit verrichten, haben ein erhöhtes Risiko, eine Arthrose zu entwickeln. Die Gelenke sind ständig höheren Belastungen ausgesetzt, was zu einem schnelleren Verschleiß des Knorpels führt. Versuchen Sie, so viele Hilfsmittel wie möglich zu verwenden, die die Arbeit erleichtern und komfortabler machen. So entlasten Sie die Gelenke und den Knorpel. Wie ergonomische Tastaturen und Mäuse bei der Büroarbeit. Und ein Straßenarbeiter zum Beispiel sollte sich immer für gute Knieschoner entscheiden, sodass der Druck gleichmäßig über das gesamte Knie verteilt wird.

Sportverletzungen scheinen auch ein Risikofaktor für die Entwicklung von Arthrose zu sein. Versuchen Sie, diese so weit wie möglich zu verhindern, indem Sie klug trainieren. Laufen hat eine abnutzende Wirkung auf den Knorpel. Wählen Sie daher Sportarten mit mittlerer Intensität wie Schwimmen, Radfahren und Wandern. Bauen Sie die Trainingspläne langsam auf, um zu verhindern, dass Sie eine Sportverletzung erleiden.

3) Bei Arthrose sollten Sie sich so wenig wie möglich bewegen

bewegen-arthroseDas ist definitiv eine Fabel! Viele Studien zeigen, dass körperliche Aktivität eine der besten Möglichkeiten ist, Beschwerden zu reduzieren. Durch die Bewegung trainierst Sie Ihre Muskeln. Starke Muskeln bilden eine feste Panzerung um die betroffenen Gelenke. Dadurch werden die Gelenke stabiler und geben ihnen mehr Halt. Dies kann helfen, den Verschleiß des Knorpels zu verlangsamen. Einige Studien haben gezeigt, dass schwache Muskeln um die Knie herum eine der Hauptursachen für Kniearthrose sind. Es wird empfohlen, mindestens eine halbe Stunde am Tag zu Fuß, mit dem Fahrrad oder schwimmen zu gehen. Dies kann die Schmerzen lindern und die Funktion des betroffenen Gelenks verbessern. Trainieren hat auch noch einen Vorteil: es hilft Ihnen, Gewicht zu verlieren und die Gelenke gesund zu erhalten.

4) Die Symptome der Arthrose nehmen nicht durch eine leichte Gewichtsabnahme ab

Unsinn! Wir haben es schon auf dieser Seite erwähnt: Ein Kilo Übergewicht erhöht den Druck auf die Knie um 3 Kilo. So kann schon eine geringe Gewichtsabnahme helfen, Arthrose zu verhindern oder die Symptome zu lindern. Fünf Kilo weniger Körpergewicht können einen großen Unterschied machen. Eine Studie des Sportmedizinischen Informationsportals zeigt, dass der Gewichtsverlust das Risiko einer Kniearthrose um 25 Prozent reduziert.

5) Arthrose ist kein ernsthaftes Gesundheitsproblem

gewichtsabnahme-arthroseDas ist es absolut! Arthrose ist eine der häufigsten Ursachen für eine Behinderung. Sie hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Wirtschaft. Denken Sie nur mal an eine vorübergehende oder dauerhafte Invalidität. Die Arthrose ist mit erheblichen Kosten für das Gesundheitssystem verbunden. Krankheiten an Knochen und Gelenken stellen den drittgrößten Kostenfaktor für Behandlungen dar. So wurden 2015 über 8,7 Milliarden Euro für die Behandlung der Arthrose allein in Deutschland aufgewandt. Jetzt, vier Jahre später, werden diese Zahlen noch viel höher sein. Vor allem im Hinblick auf die zunehmende Alterung in Deutschland.

6) Arthrose ist kein entzündlicher Rheumatismus

Entzündungen spielen bei der Arthrose eine große Rolle. Nicht umsonst wird diese Erkrankung im englischen “Osteoarthritis” genannt. Und Arthritis bedeutet nicht mehr und nicht weniger als entzündetes Gelenk. Bei der Diagnose befasst sich der Arzt vor allem mit dem Verschleiß des Knorpels, aber das bedeutet nicht, dass keine Entzündung vorliegt. Knorpelabbauprodukte können lokale Entzündungsreaktionen auslösen. Diese Entzündungsreaktionen führen zu den charakteristischen Schmerzen und Steifheit bei Arthrose.

Wenn Sie Schmerzen haben, verschreibt Ihr Arzt Ihnen zunächst Paracetamol und – wenn dieses Medikament nicht hilft – entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR). Immer mehr Menschen entscheiden sich bei schmerzhaften Gelenkentzündungen für die flüssige Grünlippmuschel mit Bio-Curcumin und Johannisbeerblatt. Es handelt sich um natürliche Entzündungshemmer, die – im Gegensatz zu NSAR – keine Nebenwirkungen haben.

Und zu guter Letzt

Wir haben diesen Artikel mit drei Mythen begonnen. Natürlich möchten Sie wissen, ob diese wahr oder völlig unbegründet sind. Es ist ein Mythos, dass Alkohol Gehirnzellen tötet aber das soll keine Empfehlung sein, von nun an mehr zu trinken…. 

Bei Fledermäusen liegt die Wahrheit in der Mitte. Viele Arten verwenden das Gehör, um Entfernungen in ihrer Umgebung zu bestimmen. Dies wird “Echoortung” bezeichnet. Sie sind also blind. Aber es gibt auch Fledermausarten wie die Blattnasen-Fledermäuse, kleine Augen haben, besitzen sie im Gehirn gut ausgebildete Sehzentren.

Und Gewitter schlagen nie zweimal an der selben Stelle ein. So wird das Empire State Building in New York durchschnittlich 25 Mal im Jahr getroffen.

 

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