Schleimbeutelentzündung

Überbelastung oft größte Übeltäter bei Schleimbeutelentzündung

Eine Schleimbeutelentzündung kann Ihr Leben ziemlich beherrschen. Manchmal kann der Schmerz so stark sein, dass Sie sich kaum noch bewegen können. Da Schleimbeutel im ganzen Körper vorkommen, kann diese Krankheit in vielen Gelenken auftreten. Die Schleimbeutel die am häufigsten entzündet sind, befinden sich in den Schulter-, Knie-, Hüft-, Ellenbogen- und Sprunggelenk. Diese Krankheit kommt bei Männern als auch bei Frauen gleichermaßen oft vor.

Schleimbeutelentzündung

Schleimbeutelentzündung sieht man häufig an der Schulter

Was ist ein Schleimbeutel?

Ein Schleimbeutel oder auch Bursa genannt ist wie ein kleines Kissen, gefüllt mit schleimiger Flüssigkeit. Sie befinden sich zwischen die Sehnen und Knochen eines Gelenks. Schleimbeutel sorgen dafür, dass sich ein Gelenk geschmeidig bewegen kann ohne dass die Sehne über das Knochengelenk reibt. Eine Entzündung des Schleimbeutels heißt Bursitis. Da dieses schützende Kissen sich nahe an der Verbindung zwischen Sehne und Knochen befindet, ist es manchmal schwierig, zwischen eine Schleimbeutelentzündung und eine Sehnenentzündung zu unterscheiden. Beide Krankheiten verursachen vergleichbar ähnliche Beschwerden.

Wie bekommt man eine Schleimbeutelentzündung?

Überlastung ist meistens der größte Übeltäter bei Schleimbeutelentzündung. Wenn Sehnen und Knochengelenke in kurzer Zeit viel über dieses „Schutzkissen“ reiben, dann kommt es zu Irritationen und es kann im Anschluss entzünden. Wenn mann zum Beispiel einen ganzen Tag streicht, kann das zu einer Schleimbeutelentzündung an der Schulter führen. Nach ein paar Stunden ununterbrochen Unkraut entfernen auf den Knien kann eine Schleimbeutelentzündung im Knie entstehen. Intensives Laufen kann Schleimbeutelentzündung in der Hüfte verursachen. Intensives Laufen kann Schleimbeutelentzündung in der Hüfte verursachen. Auch plötzlicher Druck auf den Schleimbeutel durch einen Sturz oder einem heftigen Stoß kann die Ursache für eine Entzündung hervorrufen. Alle diese Formen werden akute Schleimbeutelentzündung oder Überlastungsentzündung genannt.

Etwas anderes ist eine chronische Schleimbeutelentzündung. Bei chronischer Schleimbeutelentzündung ist eine leichte und dauerhafte Überlastung des Schleimbeutels die Ursache. Zum Beispiel durch einseitige Belastung während der täglichen Arbeit oder Sport. Dadurch entsteht allmählich eine falsche Muskelspannung auf den Schleimbeutel, so dass der Druck zunimmt. Eine chronische Schleimbeutelentzündung wird zu den rheumatischen Erkrankungen gezählt. Diese Krankheit ist aber in der Regel vorübergehend.

Was sind die Symptome einer Schleimbeutelentzündung?

Wenn eine Bursitis vorliegt, dann gibt es deutliche Anzeichen von einer Entzündung. Der Schleimbeutel ist geschwollen und fühlt sich schmerzhaft an. Weiterhin kann die Region rot und warm sein. Wegen der Schwellung hat die Sehne weniger Raum zum Bewegen. Versucht man das doch, dann können starke Schmerzen auftreten. Das Gelenk bewegen ist dann fast nicht mehr möglich.

Erste Hilfe bei Schleimbeutelentzündung: kühlen mit Eis

kühlen
Wenn Sie eine Schleimbeutelentzündung vermuten, ist es ratsam so schnell wie möglich Ihren Hausarzt über Ihre Beschwerden zu informieren. Sie können selbst schon Sofortmaßnahmen ergreifen um die Schmerzen zu lindern. Es ist wichtig, dem beeinträchtigten Gelenk mindestens drei Tage völlige Ruhe zu geben. Das hat eine beruhigende Wirkung auf die Entzündung. Das beeinträchtigte Gebiet kühlen mit Eis reduziert die Schwellung und betäubt den Schmerz. Ein Eisbeutel macht man ganz einfach mit zehn Eiswürfel in einer Plastiktüte und legt es etwa 15 Minuten auf die betroffene Region. Dies können Sie mehrmals am Tag wiederholen.

Wie wird die Diagnose festgelegt?

Der Arzt wird zuerst nach Ihren Beschwerden fragen. Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung kann eventuell untersucht werden, ob es tatsächlich eine Entzündung gibt und wo sie sich genau befindet. Im Anschluss folgt eine ergänzende Untersuchung, um festzustellen ob sich die Entzündung nur im Schleimbeutel befindet oder ein Symptom einer rheumatischen Erkrankung vorliegt. Damit bestimmte rheumatische Krankheiten ausgeschlossen werden können, kann der Arzt eine Blut- und Urinuntersuchung vornehmen.

Manchmal werden auch Röntgenaufnahmen gemacht, womit der Zustand des Gelenks (Knorpel und Knochen) genauer untersucht wird. Man kann zum Beispiel in der Schulter u.a. auch Arthrose, eine Sehnenverkalkung, Schultersteife haben. Diese Erkrankungen erfordern eine andere Behandlung als eine Schleimbeutelentzündung. Deshalb ist es wichtig, zuerst zu verstehen was los ist.

Wie wird eine Schleimbeutelentzündung behandelt?

Der Arzt wird zuerst empfehlen, dem betroffenen Gelenk möglichst viel Ruhe zu geben. In der Regel heilt die Schleimbeutelentzündung wieder von selbst. Bewegen Sie jedoch das Gelenk weiter, dann können die Beschwerden anhalten. Gegen die Schmerzen kann Paracetamol eingenommen werden. Manchmal findet der Arzt es notwendig, entzündungshemmende Mittel des Typs NSAR vorzuschreiben. Diese Medikamente haben oft unangenehme Nebenwirkungen. Bei einer chronischen Schleimbeutelentzündung können Sie aber alternativ auch flüssige Grünlippmuschel mit Bio-Curcumin und schwarzes Johannisbeerblatt in Erwägung ziehen. Es gibt positive Nachrichte über die Wirkung dieses Mittels bei Schleimbeutelentzündung. Diese natürlichen Entzündungshemmenden Mittel wirken aber wohl langsamer, wodurch es einige Wochen dauern kann bis man ein Ergebnis feststellt. Deswegen ist diese Methode zu einer akuten Schleimbeutelentzündung weniger geeignet.

Der Arzt kann auch eine gezielte Kortisonsteroid-Injektion ins Gelenk oder in den Schleimbeutel setzen. Oftmals kommt es zu einer raschen Verbesserung, aber teils kann das Verfahren auch nicht ausreichend sein. Darüber hinaus kehrt der Schmerz im Laufe der Zeit zurück wenn die Wirkung der Injektion nachlässt (vor allem wenn dazu nicht genug Ruhe eingehalten wird). Der Arzt kann zudem eine Empfehlung zur Behandlung bei einem Physiotherapeuten aussprechen.

Ist ein chirurgischer Eingriff möglich bei Schleimbeutelentzündung?

Wenn die Schleimbeutelentzündung nicht von selbst vorbei geht und die Bewegungsfreiheit des Gelenks zu sehr eingeschränkt wird, kann auch ein chirurgischer Eingriff vorgenommen werden. Bei einer Schlüssellochoperation kann den Chirurg gezielt ein kleines Stück des Schleimbeutels entfernen. Bei einer offenen Operation wird den Schleimbeutel teilweise entfernt und der unterliegende Gelenkknochen geglättet. Die Erholungszeit dieser letzteren Operation ist länger als der einer Schlüssellochoperation.

Übungen bei Schleimbeutelentzündung in der Schulter

Übungen
Eine Schleimbeutelentzündung tritt am häufigsten in der Schulter auf. Wenn die Beschwerden entstehen ist es ratsam, diesem Körperteil drei Tage vollständige Ruhe zu geben. Im Anschluss ist es wichtig, die Schulter allmählich zu belasten um Versteifung vorzubeugen. Die folgenden Übungen werden am häufigsten angewendet bei Schleimbeutelentzündung in der Schulter; könnten aber auch manchmal weh tun. Aber solange Sie den Schmerz ertragen können, dürfen Sie damit weitermachen. Machen Sie diese Übungen zwei bis drei Mal pro Tag.

Übung 1: Arm bewegen
Setzen Sie sich bequem auf einen Stuhl. Greifen Sie mit der Hand Ihrer gesunden Seite das Handgelenk des schmerzhaften Arms. Bringen Sie Ihre Arme hoch in der Richtung des gesunden Arms bis zur Schmerzgrenze. Halten Sie diese Position für zehn Sekunden fest und bringen Sie den schmerzhaften Arm langsam wieder runter. Wiederholen Sie diese Übung fünf bis zehn Mal pro Übungseinheit.

Übung 2: Ellenbogen auseinander
Liegen Sie sich auf dem Rücken mit den Händen auf Ihrer Stirn gefaltet. Bewegen Sie Ihre Ellenbogen so weit wie möglich zu einander. Halten Sie diese Position für fünf Sekunden fest. Bewegen Sie dann die Arme so weit wie möglich auseinander, bis die Schmerzgrenze erreicht wird. Halten Sie diese Position auch für fünf Sekunden fest. Wiederholen Sie diese Übung fünf bis zehn Mal pro Übungseinheit.

Übung 3: Arme beiseite
Stehen Sie aufrecht und greifen mit der Hand Ihrer gesunden Seite den Ellenbogen Ihres schmerzhaften Arms. Legen Sie den Unterarm des schmerzhaften Arms auf den gesunden Arm. Bewegen Sie Ihre Arme Richtung Ihrer gesunden Seite bis Sie die Schmerzgrenze erreichen. Halten Sie diese Position für fünfzehn Sekunden fest. Lassen Sie nachdem Ihren Arm los. Wiederholen Sie diese Übung fünf bis zehn Mal pro Übungseinheit.

Tipps zur Vermeidung einer Schleimbeutelentzündung

Wenn Sie während Ihrer Arbeit oder Hobby viele Wiederholungsbewegungen machen müssen, machen Sie dann regelmäßig zwischendurch eine Pause.

Vermeiden Sie anhaltenden Druck auf die Schleimbeutel. Setzen Sie sich nicht für längere Zeit auf harten Stühlen, stützen Sie Ihre Ellenbogen nicht auf einem harten Untergrund und benutzen Sie ein Kissen, wenn Sie einen knienden Job ausüben. Trainieren Sie auch die Muskeln der Gelenke, die anfällig für Schleimbeutelentzündung sind. Starke Muskeln schützen die Gelenke und damit auch die Schleimbeutel.

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