Schulterarthrose

Verschleiß des Schultergelenks

Schätzungsweise haben 20 % aller Deutschen Schulterbeschwerden. Auch wenn wir immer über “das Schultergelenk” reden, ist die Schulter eigentlich aus zwei separaten Gelenken aufgebaut. Das Glenohumeralgelenk sorgt dafür, dass der Oberarm und das Schulterblatt über ein Kugelgelenk beweglich miteinander verbunden sind. Darüber befindet sich das Acromioclaviculargelenk (oder AC-Gelenk), welches das Schlüsselbein und das Schulterblatt beweglich miteinander verbindet und bewegen lässt. In beiden Gelenken kann Arthrose entstehen. Diese Erkrankung wird ‘Omarthrose’ genannt.

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Ursachen von Schulterarthrose

Schulterarthrose entsteht durch Verschleiß des Gelenkknorpels. Dadurch wird die Knorpelschicht dünner und die Schultergelenke liegen näher beisammen. Wie bei Knie-, Hüft- und Rückenarthrose ist Omarthrose die Folge eines natürlichen Verschleißprozesses. Denn schließlich lässt mit dem Alter die Qualität des Knorpels nach, sodass Verschleiß auftreten kann. Diese Erkrankung kann auch durch Beschädigung der Schultergelenke aufgrund eines Unfalls oder die Verrichtung von stark belastenden Tätigkeiten entstehen. Auch langwierige Entzündungen im Schultergelenk (z.B. eine Schleimbeutel- oder Sehnenentzündung) oder leichte Entzündungen im Körper können diesen Verschleißprozess in Gang setzen.

Symptome von Schulterarthrose

Knorpel wirkt wie eine Art ‘Stoßdämpfer’ in den Gelenken und sorgt auch dafür, dass unsere Gelenke sich geschmeidig bewegen können. Wenn dieses elastische Gewebe verschleißt, können die Schultergelenke nicht mehr so geschmeidig und weit bewegt werden. Insbesondere in der Bewegung können Schmerzen auftreten. Wie bei vielen anderen Formen von Arthrose kann diese Erkrankung mit Anlaufschmerzen oder Morgensteifigkeit einhergehen. Nach einer längeren Ruhepause sind die Gelenke schmerzhaft und steif. Wenn man sich eine zeitlang bewegt, klingen diese Schmerzen wieder ab. In einem fortgeschrittenen Stadium kann fast die ganze Knorpelschicht zwischen den Gelenken verschwunden sein. Dann entsteht eine Reibung von Knochen auf Knochen, was sehr schmerzhaft sein kann. Der Körper wird versuchen, den Verlust des Knorpels durch Anwuchs von Knochengewebe an den Rändern des Schultergelenks zu kompensieren. Dadurch wird das Gelenk breiter und der Druck wird auf eine größere Oberfläche verteilt.

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Diagnose von Schulterarthrose

Bei Beschwerden in der Schulter (Schmerzen, Steifheit, Einschränkung der Bewegungsfreiheit) muss man nicht gleich an Arthrose denken. Denn schließlich handelt es sich um empfindliche Gelenke, die auch für verschiedene andere Erkrankungen anfällig sind. Anhand einer physischen Untersuchung und Tests wird der Arzt erst einmal feststellen, ob die Schmerzen und Steifheit eine andere Ursache haben können. Wie zum Beispiel eine Schleimbeutelentzündung, eine Sehnen- oder Muskelentzündung, eine sogenannte Frozen Shoulder, Aderverkalkung oder Ausstrahlungsschmerzen eines anderen Problems aus dem Nacken. In manchen Fällen stellt man auch fest, dass der Arm ausgekugelt ist. Eine Röntgenaufnahme wird erst dann gemacht, wenn ein begründeter Verdacht besteht, dass die Schulterbeschwerden durch Arthrose verursacht werden. Auch kann der Arzt mithilfe eines CT-Scans den Ausmaß des Knochenverlusts feststellen. Ein MRI-Scan ist keine Standarduntersuchung zur Diagnose der Schulterarthrose. Diese wird nur durchgeführt, wenn der Arzt ein detailliertes Bild der Weichteile – Muskeln, Sehnen, Gelenkkapseln – sehen möchte.

Behandlung von Schulterarthrose

Leider gilt für Knorpelverschleiß: Was einmal weg ist, kommt nicht mehr zurück. Die einzige Behandlungsmethode bei Arthrose besteht darin, den noch vorhandenen Knorpel möglichst gesund zu erhalten. Meistens wird der Patient an einen Physiotherapeuten überwiesen. Durch Übungen lernt der Patient, die Schultern anders zu belasten. Von schweren Belastungen wird abgeraten, leichte Belastungen sind dagegen jedoch gut, um die Gelenke geschmeidig und die Muskeln stark zu erhalten. Wenn der Gelenksverschleiß mit Schmerzen einhergeht, kann der Arzt Entzündungshemmer verschreiben. Der Nachteil von NSAIDs (Diclofenac, Ibuprofen, Naproxen, Celecoxib, usw.) ist, dass sie eine ganze Reihe von unangenehmen Nebenwirkungen haben können. Wenn Sie das lieber vermeiden möchten, empfehlen wir Ihnen, einmal eine natürliche Alternative zu erwägen. Wie beispielsweise eine flüssige Kombination aus Grünlippmuschel und Curcumin. Bei 70 % der Arthrose-Patienten hat dieses natürliche Schmerzmittel und Entzündungshemmer nach einiger Zeit (durchschnittlich 4-5 Wochen, maximal 80 Tage) dieselbe Wirkung wie ein Arzneimittel. Bis zum heutigen Tag sind noch keine Nebenwirkungen von Grünlippmuschel und Curcumin bekannt. Bei fortgeschrittener Arthrose kann das Schultergelenk schließlich durch eine Schulterprothese ersetzt werden.

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Übungen bei Schulterarthrose

Hier folgt ein Trainingsprogramm, das speziell auf die Steigerung der Beweglichkeit der Schultern abzielt. Wiederholen Sie jede Übung drei Mal. Machen Sie nach jeder Serie 30 Sekunden Pause. Viel Erfolg.

schulter ubung

Übung 1 – Mobilisierung:

Setzen Sie sich auf einen Stuhl und lassen Sie Ihre Arme neben Ihrem Körper hängen. Heben Sie beide Arme über den Kopf. 3 Sekunden halten. Lassen Sie Ihre Arme wieder sinken.

Übung 2 – Mobilisierung:

Setzen Sie sich auf einen Stuhl und lassen Sie Ihre Arme neben Ihrem Körper hängen. Legen Sie die Handfläche der linken Hand von oben zwischen den Schulterblättern auf Ihren Nacken. Halten Sie diese Stellung 3 Sekunden lang und lassen Sie Ihren Arm wieder sinken. Wiederholen Sie die Übung mit Ihrem rechten Arm.

Übung 3 – Mobilisierung:

Setzen Sie sich auf einen Stuhl und lassen Sie Ihre Arme neben Ihrem Körper hängen. Bringen Sie Ihren linken Arm von unten möglichst nahe an die Schulterblätter. Halten Sie die Stellung 3 Sekunden lang und bringen Sie Ihren Arm wieder in die Ausgangsposition zurück. Wiederholen Sie die Übung mit Ihrem rechten Arm.

Übung 4 – Mobilisierung:

Stellen Sie sich vor einen Tisch und stützen Sie sich mit einer Hand auf die Tischplatte. Den anderen Arm entspannt hängen lassen. Schwingen Sie Ihren Arm eine Minute lang locker von vorne nach hinten. Machen Sie diese Übung auch mit dem anderen Arm.

Übung 5 – Mobilisierung:

Stellen Sie sich gerade hin mit Ihren Händen im Nacken und Ihren Oberarmen waagerecht. Bringen Sie Ihre Ellbogen so weit wie möglich nach vorne. 3 Sekunden halten. Kehren Sie zur Ausgangsposition zurück. Bringen Sie jetzt Ihre Ellbogen so weit wie möglich nach hinten. 3 Sekunden halten und wieder zurück in die Ausgangsposition.

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