Turmerosaccharide hemmen Entzündungen und schützen den Knorpel

Wenn wir über die Kurkuma Pflanze sprechen, dann geht es meistens um die Curcuminoide. Aber in dem Wurzelstock (Rhizom) dieser indischen Pflanze befindet sich noch eine weitere therapeutische Komponente, die von den Fabrikanten kaum genutzt wird. Es handelt sich um Turmerosaccharide. Diese bioaktiven Polysaccharide wirken zusammen mit den Curcuminoiden noch stärker gegen Arthritis. Darüber hinaus hemmt diese Komponente auch den Verschleiß des Knorpels bei Arthrose.

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Turmerosaccharide

Immer mehr Menschen entdecken Curcumin als starkes entzündungshemmendes Mittel bei Gelenkbeschwerden wie Arthrose und rheumatoider Arthritis. Bei der Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln konzentrieren sich die Hersteller ausschließlich auf diese Komponente aus der Kurkumaknolle. Diese indische Pflanze enthält jedoch einen weiteren Inhaltsstoff mit einem hohen therapeutischen Wert für die Gelenke. Und das sind  die Turmerosaccharide. Diese bioaktiven Polysaccharide wirken nicht nur entzündungshemmend, sondern reduzieren auch den Verschleiß des Knorpels. Gerade Menschen, die an Arthrose leiden, können daher von diesem noch unbekannten Bestandteil der Gelbwurzel stark profitieren.

Curcumin und Turmerosaccharide verstärken sich gegenseitig

In den letzten Jahrzehnten wurden sehr viel wissenschaftliche Forschungen über die medizinische Wirkung von Curcumin durchgeführt. Immer mehr Studien zeigen die positiven Auswirkungen auf Arthrose und rheumatoide Arthritis, Alzheimer und Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und möglicherweise auch Krebs. In den letzten Jahren ist den Forschern immer deutlicher geworden, dass das Rhizom der Curcuma longa noch eine weitere wichtige Komponente enthält, die insbesondere für die Gelenke erhebliche gesundheitliche Vorteile haben kann. Diese Turmerosaccharide scheinen eine synergistische Wirkung mit dem Curcumin zu haben. Das bedeutet, dass es besonders gut mit dem Curcumin zusammenarbeitet.

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Warum Curcumin zusammen mit Turmerosaccharide?

Nicht umsonst legt Mutter Natur mehrere wertvolle Inhaltsstoffe in eine Wurzel, ein Kraut oder eine Pflanze. Jeder weiß, dass eine Orange reich an Vitamin C ist. Aber um die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen, ist es besser, die ganze Orange zu essen. Die Orange enthält Bio-Flavonoide, die für eine gute Aufnahme von Vitamin C notwendig sind und die die Wirkung dieses Nährstoffs im Körper verstärken. Das ist bei der Kurkuma nicht anders. Die Wirkung von Curcumin und Turmerosacchariden auf Entzündungen in den Gelenken ist um ein Vielfaches stärker als wenn man das Curcumin einzeln einnehmen würde. Diese Kombination ist vielversprechend für Menschen mit Arthrose und rheumatoider Arthritis. Darum immer in Kombination.

Was sind Turmerosaccharide?

Turmerosaccharide sind die wasserlöslichen Bestandteile der Kurkumawurzel. Sie werden schnell und einfach aufgenommen, da der Körper größtenteils aus Wasser besteht. Turmerosaccharide haben, wie auch Curcumin eine entzündungshemmende Wirkung. Sie reduzieren die Produktion von PGE2. Dieses Prostaglandin spielt eine wichtige Rolle bei der Stimulierung und Aufrechterhaltung von Entzündungsprozessen in den Gelenken. Turmerosaccharide sorgen zusammen mit dem Curcumin dafür, dass die Schmerzen, Steifheit und Schwellungen der Gelenke abnehmen. Diese noch unbekannte Komponente der Kurkuma haben auch starke antioxidative Eigenschaften. Sie neutralisieren freie Radikale (ROS), die die Knorpelzellen angreifen und zerstören. Somit wird verhindert, dass die Arthrose das wichtige Gewebe zwischen den Gelenken weiter schädigt.

Diese Effekte wurden kürzlich in einer Tierstudie nachgewiesen. Eine Gruppe von Ratten mit Arthrose erhielt einen Wasserextrakt mit vielen Turmerosaccharide und wenig Curcuminoiden. Eine Kontrollgruppe erhielt Tramadol. Die Turmerosaccharide erwiesen sich als fast so wirksam bei der Bekämpfung der Schmerzen bei Arthrose wie dieses Morphinhaltige Schmerzmittel. [1]

Curcumin gelangt kaum in den Blutkreislauf

Im Gegensatz zu Curcumin werden Turmerosaccharide sehr gut aufgenommen. Da Turmerosaccharide wasserlöslich sind, können sie leicht im Blut aufgenommen werden. Der wertvolle Inhaltsstoff von Kurkuma, das Curcumin, ist nicht wasserlöslich. Da unser Körper aber größtenteils aus Wasser besteht, ist es für ihn folglich schwierig, das nicht-wasserlösliche Curcumin aufzunehmen. Genauer gesagt kann es im Darm nicht resorbiert werden und wird wieder ausgeschieden. Der Organismus kann somit nur in geringem Maß vom Curcumin profitieren. Das bedeutet, dass 95 Prozent wieder ausgeschieden werden. Es hat also keinen Sinn, Tee aus Curcumin aufzugießen oder das Kurkuma Pulver in den Fruchtsaft oder Joghurt zu rühren. 

Die Auswirkungen auf die Arthrose oder Arthritis sind gleich Null.

Deshalb verwenden viele Hersteller Tricks, um die Resorption von Kurkumapräparaten zu verbessern. Indem man Pfefferextrakt hinzufügt. Piperin ist der Bestandteil von Schwarzer Pfeffer, welcher für dessen Schärfe verantwortlich ist. Ob hiermit allerdings tatsächlich die Bioverfügbarkeit gesteigert wird ist fraglich, nur in wesentlich geringerem Maße, als bisher gedacht wurde. Darüber hinaus gibt es viele Menschen, die aufgrund dessen Schärfe auf Piperin empfindlich reagieren. Es kommt zu Unverträglichkeiten im Magen oder Darm. Im Übrigen wird Piperin auch bei anderen Stoffen beigemischt. Der Hintergrund ist, dass Piperin das Leberenzym CYP3A4 inaktiviert. Es hat sich aber auch gezeigt, dass dieser Zusatzstoff die schnelle Ausscheidung von Curcumin auch nicht verhindern kann. Die Gelenke profitieren davon kaum. Es gibt auch Hersteller, die sich für chemische Lösungen entscheiden, um Curcumin in den Blutkreislauf zu bekommen. Dazu gehören Cyclodextrin (eine Zuckerform) und Polysorbat. 

Vor allem die letzte Komponente Polysorbat – die auf dem Etikett als “Mizellen” angegeben wird – wird derzeit heiß diskutiert. Es handelt sich um die E-Nummer (433), ein Emulgator, der bei längerem Gebrauch zu Darmschäden und Übergewicht führen kann [2]. Glücklicherweise hat Mutter Natur selbst auch eine Lösung um die Aufnahme von Curcumin deutlich zu verbessern.

Ätherische Öle verbessern die Resorption Curcumin

Die Kurkuma Pflanze enthält neben Curcumin und Turmerosaccharide noch eine dritte Komponente. Und das sind die ätherischen Öle. Durch die Umhüllung der Curcuminoide mit den essentiellen Ölen, wird das Curcumin sehr gut in den Blutkreislauf aufgenommen. Die natürlichen Öle aus der Kurkuma  Wurzel sorgen auch dafür, dass das Curcumin länger vom Körper gehalten werden kann: bis zu acht Stunden im Blut nachweisbar! Das bedeutet, dass Sie von einer langfristigen entzündungshemmenden Wirkung in den Gelenken profitieren.

Den Wissenschaftlern wird immer deutlicher, dass die Kurkuma Pflanze eine wichtige Rolle bei der Reduzierung von Gelenkbeschwerden spielen kann. Nachdem die Erforschung von Curcuma longa deutliche Formen annimmt, wurde festgestellt, dass dieses Rhizom mehr therapeutische Komponenten enthält als nur das Curcumin. Die entzündungshemmende und knorpelschützende Wirkung der Turmerosaccharide wird durch immer mehr Studien belegt. So wird die Kombination von Curcumin und Turmerosaccharide zunehmend intensiver als natürliches entzündungshemmendes Mittel bei Arthrose und rheumatoider Arthritis eingesetzt.

Quellartikel

1] Bethapudi, B. et al. (2017) Bioaktive Turmerosaccharide aus Curcuma longa Extrakt (NR-INF-02): Potenziell lindernde Wirkung auf Arthrose-Schmerzen. Pharmakognosie-Magazin 13; S623-S627.

2] Chassaing, B. et al. (2015) Diätetische Emulgatoren beeinflussen die Darm-Mikrobiota der Maus, die Kolitis und das metabolische Syndrom fördern. Natur 519; 92-96.

Lesen Sie hier den Deutschen Artikel in “Wissenschaft aktuell”

Doch nicht unbedenklich: Üblicher Zusatzstoff in vielen Lebensmitteln schädigt Darmflora

 

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