Hüftarthrose

Verschleiß des Hüftgelenks

Wenn es um Verschleiß geht, ist das Knie das empfindlichste Gelenk des menschlichen Körpers. Dieses Gelenk ist am häufigsten von Arthrose betroffen. Auf einem guten zweiten Platz steht die Hüfte. Jährlich werden in Deutschland immerhin 100.000 Neuerkrankungen von Arthrose im Hüftgelenk diagnostiziert. Hüftarthrose – Ärzte sprechen lieber von Coxarthrose – entwickelt sich vor allem bei älteren Personen über 55 Jahre. Dabei leiden zwei Mal soviel Frauen wie Männer unter Verschleiß des Hüftgelenks.

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So funktioniert das Hüftgelenk

Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk, das aus zwei Teilen besteht. Der kugelförmige Kopf des Oberschenkelknochens passt genau in die Hüftpfanne des Beckens. Dadurch kann dieses flexible Gelenk problemlos in alle Richtungen bewegt werden. Das Bein kann gestreckt, gebeugt und seitlich nach innen und außen bewegt werden, ohne dass das Hüftgelenk dabei zu schwer belastet wird. Die Hüftschale und der Oberschenkelkopf sind mit einer dicken Knorpelschicht bedeckt. Das hat eine dämpfende Wirkung und sorgt dafür, dass beide Knochenenden des Hüftgelenkes geschmeidig übereinander gleiten können. Es ist kein Wunder, dass gerade dieses Gelenk sehr anfällig für Verschleiß ist. Bei einer 5 km langen Wanderung wird das Hüftgelenk etwa 10.000 Mal mit einem Gewicht von 300 Kilo belastet. Das ist kein Problem, solange die Muskeln, der Knorpel und die Gelenkkapseln gesund sind.

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Ursachen von Hüftarthrose

Es ist nicht genau bekannt, wie Arthrose entsteht. Tatsache ist, dass bei jedem im Alter die Qualität des Knorpels grundsätzlich nachlässt. Arthrose ist also mehr oder weniger ein natürlicher Verschleißprozess. Aber Arthrose kann auch durch angeborene Missbildungen, Entzündungen und Verletzungen entstehen. Menschen die berufsmäßig ihre Gelenke schwer belasten oder übergewichtig sind, leiden häufiger unter Coxarthrose.

Die Folgen von Hüftarthrose

Bei Arthrose in den Hüftgelenken liegt also ein Verschleiß der Knorpelschicht zwischen den Knochen vor. Dadurch können beide Knochenenden nicht mehr so geschmeidig übereinander gleiten. Außerdem können Stöße von Bewegungen nicht so gut abgefangen werden. Schließlich kann der Knorpel völlig verschwinden. Dann reiben die rauen Knochenenden gegeneinander. Der Knochen reagiert auf den erhöhten Druck mit ‘Osteophytenbildung’: An den Rändern des Hüftgelenks entsteht abnormaler Knochenanwuchs. Dadurch wird das Gelenk breiter und der Druck wird auf eine größere Oberfläche verteilt. So versucht der Körper, die Folgen von Arthrose ein wenig zu kompensieren.

Die Symptome von Hüftarthrose

Ein wichtiges Anzeichen von Hüftarthrose sind Schmerzen in der Leiste, oft mit Ausstrahlung in Gesäß, Oberschenkel und Knie. Auch können Anlaufbeschwerden entstehen. Dann treten beim Aufstehen aus dem Bett oder von einem Stuhl Schmerzen und Versteifungen auf. Bei fortschreitendem Verschleißprozess werden Bewegungen des Hüftgelenks immer schmerzhafter und mühsamer. Routinetätigkeiten – wie Schnürsenkel binden, Treppen steigen und ins Auto einsteigen – werden dann immer problematischer. Es können auch Entzündungen im Gelenk entstehen. Bei einem langwierigen Verschleißprozess kann das Bein eine nach außen gedrehte Stellung einnehmen. Das ist Folge der Verkürzung von Kapseln, Ligamenten und Muskeln rund ums Hüftgelenk.

Diagnose von Hüftarthrose

Der Arzt kann die Diagnose meistens durch die Anamnese und eine physische Untersuchung stellen. Röntgenaufnahmen des Hüftgelenks werden nur in Zweifelsfällen gemacht oder wenn eine Operation erwogen wird. Wenn der Knorpel verschlissen ist, ist das auf dem Foto gut erkennbar: die Gelenkspalte ist dann verengt. Auf dem Röntgenfoto sind häufig auch eventuelle Folgen der Erkrankung zu erkennen, wie Osteophytenbildung.

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Behandlung von Hüftarthrose

Wenn der Knorpel einmal beschädigt ist, kann er sich nicht mehr regenerieren. Die Behandlung ist darauf angelegt, die Schmerzen und Steifheit des Gelenks zu verringern. Der Patient wird meistens an einen Physiotherapeuten überwiesen. Anhand von Übungen lernt der Patient, wie er sich bewegen kann, ohne das Hüftgelenk zu stark zu belasten. Bei Schmerzen kann der Arzt auch entzündungshemmende Mittel verschreiben. Viele Patienten leiden jedoch unter den unangenehmen Nebenwirkungen dieser Arzneimittel. Es gibt eine gute Alternative: eine flüssige Kombinationen von Grünlippmuscheln und Curcumin. Diese natürlichen Entzündungshemmer lindern die Schmerzen ohne die Nebenwirkungen der so genannten NSAIDs. Dieses natürliche, flüssige Nahrungsergänzungsmittel ist rezeptfrei in Apotheken, Drogerien und Reformgeschäften erhältlich. 
Wenn die Beschwerden ernsthafter werden, kann im Rahmen eines operativen Eingriffs der Gelenkkopf oder die Gelenkpfanne ersetzt werden. Bei fortgeschrittenem Verschleiß kann auch das ganze Gelenk durch ein künstliches Gelenk ersetzt werden.

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Übungen bei Hüftarthrose

Hier folgt ein Trainingsprogramm, das speziell auf die Beweglichkeit der Hüften abzielt. Wiederholen Sie jede Übung drei Mal. Machen Sie nach jeder Serie 30 Sekunden Pause. Viel Erfolg.

Übung 1 – Mobilisierung:

Legen Sie sich auf den Rücken, ziehen Sie ein Bein an und stellen Sie den Fuß flach auf den Boden. Halten Sie das andere Bein gestreckt auf den Boden. Bewegen Sie das gestreckte Bein über den Boden nach außen. Bewegen Sie es nach 3 Sekunden wieder zurück. Wiederholen Sie die Übung mit dem anderen Bein.

Übung 2 – Mobilisierung:

Legen Sie sich auf den Rücken, beide Beine angezogen und mit den Füßen flach auf dem Boden. Spreizen Sie Ihre Knie nach außen, aber halten Sie Ihre Füße gegeneinander. Halten Sie diese Stellung 8 Sekunden lang.

Übung 3 – Mobilisierung:

Stellen Sie sich gerade hin. Setzen Sie ein Bein nach vorne und ein Bein nach hinten. Schieben Sie die Hüfte des hinteren Beines nach vorne. Wiederholen Sie das mit dem anderen Bein.

Übung 4 – Muskelstärkung:

Legen Sie sich auf den Rücken, beide Beine angezogen und mit den Füßen flach auf dem Boden. Kippen Sie Ihr Becken nach hinten und machen Sie eine Brücke, wobei Ihr Oberkörper eine gerade Linie mit Ihren Oberschenkeln bildet. Kehren Sie in die Ausgangsposition zurück.

Übung 5 – Muskelstärkung:

Stellen Sie sich gerade hin, mit den Füßen hüftweit auseinander. Beugen Sie die Knie, während Sie Ihr Gesäß nach hinten bewegen. Achten Sie darauf, dass Ihre Knie nicht über Ihre Zehen hinausragen.

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