Morbus Bechterew

Alles über Morbus Bechterew

Das war sicher ein Schock für die beliebte Schauspielerin Christine Neubauer, als Sie erfuhr, dass sie mit der schmerzhaften entzündlichen Erkrankung Morbus Bechterew leben muss. Sie leidet an der chronisch verlaufenden rheumatischen Erkrankung Morbus Bechterew, sagte sie im Interview mit der „Bunten“. Morbus Bechterew ist eine rheumatische Erkrankung, die in der Regel zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr auftritt. Es handelt sich dabei um eine Arthritis der Wirbelsäule. Der russische Neurologe Wladimir Bechterew ist zwar der Namensgeber dieser Krankheit, aber er hat sie nicht entdeckt oder als erster beschrieben, sondern 1890 eine in Deutschland bekanntgewordene Beschreibung veröffentlicht. Die Häufigkeit von Morbus Bechterew, liegt bei 1,75% der erwachsenen Bevölkerung. Es gibt also in Deutschland mehr als 1 Million Spondyloarthritis-Patienten. Die Idee, dass vor allem Männer betroffen sind, ist veraltet. Frauen und Männer sind gleichsam von Spondylitis ankylosans betroffen. Der lateinische Name dieser Erkrankung ist, Spondylitis ankylosans (SA).

 

Bechterew Wirbelsäule

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Was ist Spondylitis ankylosans genau?

Morbus Bechterew ist eine chronische entzündliche Form von Rheuma. Bei der ankylosierenden Spondylitis führen entzündliche Prozesse zu einer knöchernen Einsteifung der Wirbelsäule (ankylosans = versteifend). Sie kann aber auch die übrigen Gelenke oder andere Organe des Körpers befallen. Sie gilt bis heute als unheilbar, lässt sich aber in ihrem Verlauf beeinflussen. Es können auch Entzündungen in anderen Gelenken auftreten z.B. Brustbein, Knie, Hüfte oder den Armen. Dadurch komt es zu einem entzündlichen Rückenschmerz. Schließlich beeinflussen diese Entzündungen den Knorpel und die Knochen. Der Körper reagiert darauf vermehrt Knochengewebe anzumachen. Als Folge wachsen die Wirbel zusammen und werden verformt. Der Verlauf der Spondylitis ankylosans ist unberechenbar. Perioden mit relativ wenig Beschwerden werden durch Perioden mit sehr starken Schmerzen gefolgt. Wenn man rechtzeitig mit der Behandlung beginnt, kann der Verlauf der Erkrankung verlangsamt werden.

Was sind die Ursachen der ankylosierenden Spondylitis?

Darüber ist noch wenig bekannt. Aber es ist sicher, dass Morbus Bechterew eine Autoimmunerkrankung ist. Die Aufgabe des Immunsystems ist, dass es z.B. schädliche Eindringlinge wie Bakterien und Viren angreift. Bei einer Autoimmunerkrankung ist das Immunsystem fehlgesteuert und beginnt die Zellen des Körpers als Feind zu sehen. Es wird vermutet, dass erbliche Faktoren eine Rolle bei der Entwicklung von ankylosierender Spondylitis spielen. Schließlich ist es nicht unüblich, dass mehrere Personen in der Familie davon betroffen sind. Der genetische Faktor HLA-B27 ist bei mehr als neunzig Prozent der Patienten mit Spondylitis ankylosans im Blut vorhanden. Aber das sagt noch nichts, da 8% der Bevölkerung, die nicht an Morbus Bechterew leidet, ihn auch im Blut hat. Eine andere Theorie ist, dass eine Infektion des Darms oder der Harnwege die Entgleisung des Immunsystems verursacht.

Was sind die Symptome von Morbus Bechterew?

Fast jeder mit ankylosierender Spondylitis leidet unter Schmerzen und Steifheit im unteren Rücken und Gesäßregion. Diese Beschwerden sind am schlimmsten beim morgendlichen Start oder nach einer langen angenommenen Haltung. Durch Bewegung  reduziert sich dann Symptome. Nachts nehmen die Schmerzen wieder zu, was häufig dazu führt, dass die Betroffenen am frühen Morgen wegen der Schmerzen aufwachen. Dadurch kann es zu Müdigkeitserscheinungen kommen, die auf den schlechten Schlaf zurückzuführen sind. Auch andere Gelenke können von der ankylosierender Spondylitis betroffen sein. Es können Entzündungen in den Schultern, Hüften, Knie, Knöchel und manchmal auch in der Achillessehne auftreten.

Die Wirbel können schließlich vollständig zusammenwachsen. Dies führt zu einer Versteifung der gesamten Wirbelsäule, dies wird auch “ Bambusstab Wirbelsäule” genannt. Die Knochenüberwucherungen zwischen den Wirbelkörpern versteifen diese so wie ein Bambusstab. Und das Röntgenbild zeigt eine Wirbelsäule vergleichbar mit einem Bambusstab. Durch die Verformungen und Versteifung scheuern die Knochen weniger aufeinander wodurch sich die Schmerzen verringern. Die Folge ist das der Erkrankte eine gebeugte Haltung einnimmt, der sogenannte Rundrücken. Einer von drei Erkrankten leidet manchmal auch an einer Regenbogenhautentzündung des Auges. Das Auge ist rot, schmerzhaft und lichtempfindlich. Eine rechtzeitige Behandlung ist erforderlich um Schäden am Auge zu vermeiden.

Wie wird die Diagnose Morbus Bechterew gestellt?

BechterewDie Diagnose zu stellen, ist für einen Arzt eine ziemlich komplizierte Aufgabe. Bis heute gibt es keine einheitliche Standard Untersuchung um Spondylitis ankylosans zu identifizieren. Darüber hinaus kommen die ersten Symptome wie Rückenschmerzen und Steifheit auch bei Menschen vor, die diese Krankheit nicht haben. Es könnte also auch eine andere Krankheit sein. Daher kann es Jahre dauern, bis die Diagnose Spondylitis ankylosans gestellt wird. Für den Arzt und den Rheumatologen ist die persönliche Geschichte ist eine wichtige Informationsquelle. Er möchte wissen, ob es mehr Fälle von Spondylitis in der Familie gibt, ob Sie unter Schuppenflechte leiden und ob Sie eine Entzündung des Darms oder der Harnwege hatten, bevor die Beschwerden auftraten. Natürlich wird eine umfassende körperliche Untersuchung durchgeführt. Die Beweglichkeit des Rückens wird überprüft und wird auch kontrolliert ob es am Rücken oder Beckenregion schmerzhafte Stellen gibt.

Ein Bluttest wird nur gemacht um andere Erkrankungen auszuschließen. Die Anwesenheit des genetischen Faktors HLA-B27 im Blut sagt nicht viel aus. Viele Menschen haben diesen Faktor auch im Blut ohne an Spondylitis zu erkranken. Und nicht jeder Erkrankte hat HLA-B27 im Blut. Der Arzt kann Röntgenbilder des Iliosakralgelenk (Kreuzbein-Darmbein-Gelenk)im unteren Rücken zu machen. Dies kann in der Regel nur in einem fortgeschrittenen Stadium der Krankheit, wenn die Wirbelkörper bereits beschädigt sind. Somit liefert im frühen Stadium der Erkrankung ein Röntgenbild wenig Informationen.

Wie wird Spondylitis ankylosans behandelt?

Morbus Bechterew ist nicht heilbar. Mit einer schnellen und richtigen Behandlung können die schwerwiegenden Folgen der Krankheit verhindert und die Schmerzen und Steifheit reduziert werden. In den meisten Fällen werden Sie von einem Rheumatologen behandelt. Er wird Ihnen zunächst den dringenden Rat geben vor allem in Bewegung zu bleiben, wie Wandern, Radfahren und Schwimmen. Sie können auch zu Übungsgruppen gehen die für Bechterew Symptome spezielle Übungen anbieten. Darüber hinaus kann die Behandlung eines Physiotherapeuten oder Beschäftigungstherapeuten von Vorteil sein.

Ein anderer Grundpfeiler der Behandlung sind Medikamente. Je nach Schwere der Symptome können diese unterschiedlich sein, ein einfaches Schmerzmittel wie Paracetamol oder ein entzündungshemmende Schmerzmittel wie NSAR, die nichtsteroidalen Antirheumatika. Bei der Verwendung dieser Medikamente entstehen Nebenwirkungen. Typische Nebenwirkungen der NSAR sind Magen- und Darmprobleme (Magenschmerzen, Appetitlosigkeit, Durchfälle u.ä.). Bei Beschwerden sollten Sie kurzfristig Ihren Arzt informieren, da es auch zu Magengeschwüren und Komplikationen wie Magen-Darmdurchbruch und Blutungen kommen kann. Eine weitere mögliche Nebenwirkung sind Nierenfunktionsstörungen und Blutdruckerhöhung.

Flüssige GrünlippmuschelMöchten Sie keine Chemischen Medikamente mit Nebenwirkungen einnehmen, dann könnten Sie die Entzündung und Schmerzen behandeln mit der Flüssigen Grünlippmuschel mit Curcumin. Dazu sagt der orthopädischer Chirurg Jan Ide de Jong  “Spondylitis ist auch in der Ecke der chronischen Entzündungen anzusiedeln. Die Entzündungshemmer wie GrünlippmuschelCurcumin können wahrscheinlich die Schmerzen und Entzündungen etwas dämpfen. Es gibt bis heute zwei positive Berichte von Bechterew-Patienten bezüglich der Verwendung von flüssiger Grünlippmuschel und Curcumin.”

Wird bei ankylosierender Spondylitis operiert?

In seltenen Fällen kann der Arzt sich entscheiden um zu operieren zum Beispiel um ein beschädigtes Gelenk zu ersetzen. Wenn die Wirbelsäule vollständig zusammengewachsen ist, kann man mittels eines chirurgischen Eingriffs die Haltung verbessern. Es wurden spezielle Operationsverfahren entwickelt, die nur bei Vorliegen einer derartigen Deformität zum Zuge kommen. Dieser Eingriff wird Columnotomie genannt, in Anbetracht der Komplikationsrate ist eine genaue Patientenselektion durchzuführen. Der Arzt wird auch alle Vor- und Nachteile umfassend diskutieren und sollte spezialisiert sein mit diesem Operationsverfahren.

 

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