Welche Rolle spielen die Entzündungen bei Gelenkbeschwerden

Rheumatoide Arthritis ist eine Erkrankung, deren Hauptmerkmal eine Gelenkentzündung ist. Aber auch bei der Arthrose sollte die Rolle der Entzündung sicherlich nicht unterschätzt werden. Diese Entzündungsherde können dem Knorpel weitere Schäden zufügen. Die Entzündung zu bekämpfen ist auch der beste Weg, um den verbleibenden Knorpel vor weiterer Degeneration zu schützen. Darüber hinaus reduziert das nicht nur die Schmerzen und Steifheit, aber es kann auch helfen eine Endoprothetik (z.B. im Knie oder der Hüfte) aufschieben.

Was ist eine Entzündung?

Der Körper reagiert mit einer Entzündung, wenn Gewebe beschädigt ist, oder wenn Fremdstoffe eingedrungen sind. Das primäre Ziel der Entzündung ist, die schädlichen Bakterien oder Viren zu reduzieren, sodass eine Wiederherstellung eintreten kann. Diese Aufgabe wird von den weißen Blutkörperchen und den Immunproteinen durchgeführt. Allerdings kann die Entzündung auch durch eine Autoimmunerkrankung verursacht werden. “Autoimmun” bedeutet, dass das Immunsystem sich gegen den Körper richtet. Etwas geht schief bei der Beseitigung von überschüssigem, unerwünschten  Zellresten, stattdessen werden gesunde funktionierende Zellen angegriffen. Rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew,  Sjögren-Syndrom, Gemischte Bindegewebekrankheit (MCTD), Systemischen Lupus erythematodes (SLE) und Psoriasis-Arthritis sind rheumatische Erkrankungen, die als Autoimmunerkrankung angesehen werden.

Entzündung GelenkeBei der rheumatoiden Arthritis sind meist die Gelenkmembranen, Sehnen, Muskeln und Gelenkkapseln das Angriffsziel des entgleisten Immunsystems. Arthrose ist keine Autoimmunerkrankung sondern eine Abnutzung des Knorpels in den Gelenken während der Alterung. Das kann durch leichte Entzündungen begleitet werden. Diese Entzündungen reizen langfristig den Knorpel und verursachen einen Rückgang der Qualität und Quantität des Knorpels. Die kontinuierliche Herstellung von Knorpelabbauprodukten führt zu neuen Entzündungen und damit noch mehr Schmerzen und noch mehr Knorpelschäden. Auch in einigen Fällen sind (low-grade) Entzündung im Körper die Ursache von Arthrose.

Was sind die Symptome der Entzündung?

Das Haupt- und vielleicht unangenehmste Symptom sind: Schmerzen. Bei einer Entzündung wird der Körper den Blutfluss in dem betroffenen Bereich erhöhen. Die Blutgefäße sind weiter offen, so dass die weißen Blutkörperchen und Immunproteine ​​besser den bedrohten Bereich erreichen können. Dadurch fühlt sich die darüberliegende Haut rot und warm an. Das führt auch zu einer Schwellung, die den Druck auf das umliegende Gewebe erhöht. Das wiederum stimuliert die Nerven, sodass Schmerzen entstehen. In einer normalen Situation ist diese Maßnahmen des Körpers ausreichend ist, um unerwünschte Viren, Bakterien unschädlich zu machen. Bei einer rheumatoiden Arthritis ist das nicht der Fall, weil das  entgleiste Immunsystem weiterhin die gesunden Zellen und die Gelenke angreift. Somit bleibt die Entzündung chronisch vorhanden. Und bei der Arthrose werden durch den erodierenden Knorpel weitere Reizungen verursacht. Und das kann wieder zu neuen Entzündungen führen.

Wie wird die Entzündung behandelt?

Behandlung GelenkbeschwerdenSowohl bei der rheumatoiden Arthritis wie auch bei Arthrose liegt der Schwerpunkt der Behandlung darin die Entzündung zu bekämpfen. Der Ziel ist, den Schmerz zu dämpfen und weitere Schäden an den Gelenken zu verhindern. Für leichte bis mäßige Schmerzen kann ein einfaches Mittel wie Paracetamol helfen, die Symptome zu lindern. Wenn das nicht ausreicht, kann der Arzt sogenannte NSAR verschreiben. Diese entzündungshemmende Schmerzmittel sind wirksam, aber die Wirkung hält nur kurz an. Der Nachteil dieser Medikamente ist, dass sie oft schwere Nebenwirkungen verursachen. Die klassischen NSAR hemmen auch die Wirkung eines Enzyms (COX-1), das eine schützende Wirkung auf den Gastrointestinaltrakt hat. Diese können Beschwerden wie Entzündungen der Magenschleimhaut, Übelkeit, Erbrechen und eventuell ein blutendes Magengeschwür verursachen. Moderne NSAR remmen nicht das COX-1 Enzym, aber es ist noch nicht bekannt ob diese Medikamente tatsächlich sicher sind. Auch die Kortikosteroid-Injektion gehört zu den Möglichkeiten, eine sehr spezifische Entzündung der Sehnen und Gelenke zu behandeln. Bei der rheumatoiden Arthritis kann Ihr Arzt die kostengünstigere Triple-Therapie mit den DMARDs Methotrexat, Sulfasalazin und Hydroxychloroquin verschreiben. Dies sind klassische Rheuma Medikamente, die die Entzündung in den Gelenken unterdrücken.

Gibt es auch natürliche entzündungshemmende Mittel?

Laut US-Experten gibt es klare Anzeichen dafür, dass eine  Anpassung des Essverhaltens weniger Entzündungen verursachen kann. Fettiger Seefisch wie Makrele, Hering und Lachs sind reich an Omega-3-Fettsäuren die eine entzündungshemmende Wirkung haben. Auch grünes Gemüse, Nüsse und Früchte enthalten viele dieser nützlichen Fettsäuren. Es gibt auch eine Reihe von pflanzlichen Produkten mit entzündungshemmender Wirkung wie beispielsweise Ingwer. Wenn Sie unter Gelenkbeschwerden leiden, kann ein Ingwergetränk für Erleichterung sorgen. Curcumin ist ebenfalls ein Gewürz mit einem vorteilhaften Effekt auf die Gelenke, die anti-inflammatorischen Effekte von Curcumin helfen dabei, bei Arthrose-Patienten die Irritationen in Geweben durch Schmerzen, Rötung, Schwellung und Hitze zu reduzieren. Die afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) soll ebenfalls schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften haben. Das gilt auch für das Blatt der Schwarze Johannisbeere. Viele Menschen entscheiden sich auch für die flüssige Grünlippmuschel mit Curcumin und dem Blattextrakt der schwarzen Johannisbeere. Dieses sind natürliche Entzündungshemmer die in den Gelenken aktiv sind.

 

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